Netbooks – Kleine Wunderkisten

Noch vor wenigen Jahren verlangten Notebookhersteller exorbitante Preise für sogenannte Subnotebooks. Dabei handelte es sich um kleine Notebooks mit Displaygrößen zwischen 11 Zoll und 13 Zoll, die weniger durch beeindruckende Rechenleistungen als durch ihren hohen Preis auffielen. Im Jahr 2007 erschien mit dem Eee PC 700 von Asus allerdings ein eher ungewöhnliches Subnotebook – ein Modell mit nur 7 Zoll Displaydiagonale, einem schwachen Intel Celeron Prozessor und Linux als Betriebssystem. Auf eine Festplatte wurde zugunsten einer damals noch nicht weit verbreiteten SSD verzichtet. Auffallend an diesem Gerät war der geringe Preis von nur 299 Euro. Subnotebooks kosteten bis dahin nur selten weniger als 1000 Euro.

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Der Eee-PC wurde ein grandioser Erfolg für Asus, die damit quasi aus dem Stand eine neue Produktgruppe geschaffen haben. Eine derart erfolgreiche Produktgruppe, dass CPU-Produzent Intel einen speziell dafür entwickelten Prozessor auf den Markt brachte, den Intel Atom. Seit dem Jahr 2008 werden diese kleinen Wunderkisten dann als Netbook bezeichnet und es gibt kaum einen Hersteller, der kein solches Gerät im Sortiment führt.

Wenig Leistung, ausreichende Performance

Netbook mit schwenkbarem BildschirmNetbooks sind klein, mobil, in den meisten Fällen mit einer überzeugenden Akkulaufzeit ausgestattet – aber dafür vergleichsweise langsam. Für die gängigen Netbook-Aufgaben wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulationen oder Internetsurfen reicht die Leistung der Mini-Notebooks allerdings vollkommen aus. Die meisten Netbooks gleichen sich bei den technischen Daten wie ein Ei dem anderen: Intels Atom-Prozessor mit deutlich unter 2 GHz Taktfrequenz, ein Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 160 Gigabyte bis 320 Gigabyte große Festplatte sowie Intels eher gemütlich agierende Chipsatzgrafik sorgen für solide Leistungen ohne bei PC-Profis Euphorie wecken zu können. Wer also für aufwändigere Aufgaben entsprechende Rechenleistung benötigt, wird auch weiterhin viel Geld für Subnotebooks investieren müssen. Gelegentliche Spiele quittiert Intels Onboardgrafik in vielen Fällen mit zu geringer Leistung.

Diese Monokultur wird erst langsam aufgelöst. So bietet Intels CPU-Konkurrent AMD mittlerweile mit „Bobcat“ eine Prozessorreihe an, die sowohl energiesparend als auch ausreichend performant agiert. Dank einem vergleichsweise flottem Grafikchip beschleunigen diese Prozessoren endlich auch Adobes Flash-Format und HD-Videos – mit Intel-Technik neigen sowohl hochauflösende Youtube-Videos als auch viele andere Videoformate zum Ruckeln.

Vor dem Kauf eines Netbooks sollte man sich also über den geplanten Einsatzbereich im Klaren sein. Wird das Netbook als mobile Schreibmaschine genutzt, ist es relativ egal, welche Hardware verbaut wurde. Plant man den Kauf als Sofa-Rechner, um Filme und aufwändige flashanimierte Internetseiten wiederzugeben, wäre ein Gerät mit schnellerer Grafik ratsam – hier bieten sich Modelle mit AMD- oder Nvidia-Grafik an.

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Groß ist nicht immer besser

Ein Argument Netbooks betreffend kommt mit steter Regelmäßigkeit erneut auf: Warum ein vergleichsweise schwaches Netbook kaufen, wenn es doch für wenige zusätzliche Euro ein ausgewachsenes Notebook mit größerem Display gibt? Die Antwort fällt leicht, wenn man das Netbook nicht ausschließlich des verlockenden Preises wegen erwerben will – ein Notebook mit 15,4 Zoll Displaydiagonale ist groß, schwer und vergleichsweise unhandlich. Dazu kommt die besonders im Notebook-Einsteigerbereich oft recht niedrige Akkulaufzeit von selten mehr als zwei Stunden am Stück. Netbooks sind zwar etwas weniger leistungsstark, allerdings wiegen diese Geräte auch nur wenig mehr als ein Kilogramm, passen in viele Taschen hinein und glänzen mit Akkulaufzeiten von bis zu 12 Stunden. Bei Reisen mit der Bahn oder im Flugzeug ist es ein großer Unterschied, ob sich auf den Beinen ein sperriges Notebook oder ein schmales Netbook befindet. Allerdings sollte vor dem Kauf auf die Ergonomie des Netbooks geachtet werden – für regelmäßiges Arbeiten in hellen Umgebungen, unter strahlendem Sonnenschein beispielsweise, eignen sich die beliebten Glare-Displays aufgrund ihrer stark spiegelnden Oberfläche eher nicht. Vielschreiber sollten zusätzlich auf die Qualität der Tastatur des Netbooks achten, einige Modelle nutzen extrem schmale Tasten, auf denen sich nur sehr schwer schreiben lässt. Und wer ausschließlich auf der Couch von Filmen und ein wenig Internet berieselt werden möchte, könnte sich auch die noch neuen Tablet-PCs genauer anschauen – dabei handelt es sich bei einigen Modellen schließlich auch nur um Netbooks ohne Tastatur und mit Bildschirmbedienung.

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Ein Gedanke zu „Netbooks – Kleine Wunderkisten“

  1. Netbooks – eine geniale Erfindung und ein wirkliches Wunderwerk. Ich habe ein Netbook und bin absolut zufrieden. Gerade auf Reise ist es ein praktischer Begleiter, mit dem man nichts falsch machen kann. Nur eine Vorab-Information, welches Netbook das Beste ist, bzw. welches Netbook am besten zum eigenen Typ passt, ist besonders wichtig und man sollte sich mit diesem Thema vor dem Kauf besonders gut vertraut machen.

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